Krisen- und Sanierungsberatung

...für KMU in Hessen

Ziel der Förderung

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat mittlerweile auch hessische Unternehmen erreicht. Um weitere Insolvenzen zu vermeiden, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Hessen zu erhalten, Wachstum zu fördern und Beschäftigung zu sichern, fördert die Hessische Landesregierung Krisen- und Sanierungsberatung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehörige Freier Berufe in Schwierigkeiten mit einem Zuschuss zu den Beratungskosten. Hiermit unterstützt sie die Betroffenen in ihrer Zielsetzung, ihr Unternehmen krisenfest und zukunftssicher zu machen.

Ein Unternehmen ist dann als Unternehmen in Schwierigkeiten zu klassifizieren, wenn es nicht in der Lage ist, mit eigenen Mitteln oder Fremdmitteln, die ihm von seinen Eigentümern / Anteilseignern oder Gläubigern zur Verfügung gestellt werden, Verluste aufzufangen, die das Unternehmen auf kurze oder mittlere Sicht so gut wie sicher in den wirtschaftlichen Untergang treiben werden (bei negativer Fortführungsprognose befindet sich das Unternehmen in Schwierigkeiten, bei positiver nicht).

Darüber hinaus kann ein Unternehmen dann als sich in Schwierigkeiten befindend angesehen werden, wenn hierfür typische Symptome wie steigende Verluste, sinkende Umsätze, wachsende Lagerbestände, Überkapazitäten, verminderter Cashflow, zunehmende Verschuldung und Zinsbelastung und Abnahme oder Verlust des Reinvermögens vorliegen.

Wer und was wird gefördert?

Förderberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (nach Definition der EU) und Angehörige der Freien Berufe mit Sitz in Hessen, die nach dem 01. Juli 2008 in Schwierigkeiten gem. o.g. Definition geraten sind und grundsätzlich gute Marktchancen haben.

Hiervon ausgenommen sind kleine und mittlere Unternehmen, die im Fischereisektor oder im Bereich der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind.

Nicht förderberechtigt sind ferner kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehörige Freier Berufe, für die bereits ein Insolvenzantrag gestellt worden ist, und neu gegründete Unternehmen im Sinne von Nr. 12 Ziff. 2.1 der Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten vom 1.10.2004 (ABl. C 244/2).

Gefördert werden die Kosten für die Inanspruchnahme einer qualifizierten Krisen- und Sanierungsberatung.

Schwerpunkte dieser Beratung sind insbesondere:

Schwachstellenanalyse sowie Beratungen

  • zur Erarbeitung von Fortführungsprognosen
  • zur Erstellung und Umsetzung von Sanierungskonzepten
  • zu Finanzierungsfragen und Vorbereitung auf Bankgespräche
  • zur Insolvenzvermeidung
  • zur Einführung eines vorbeugenden Krisen-Controllings
  • zur Erschließung von Marktpotentialen

Wie wird gefördert?

Es kann im Wege der Projektförderung ein Zuschuss zu den in Rechnung gestellten Kosten eines Beratungstages (Tagewerk) gewährt werden.Beratungen bis zu 5 Stunden gelten als halber Beratungstag.

Unternehmen sowie Angehörige Freier Berufe erhalten für maximal 10 Beratungstage einen Zuschuss in Höhe von höchstens 500,-- Euro pro Beratungstag, insgesamt also höchstens 5.000,-- Euro. Die Förderung setzt eine Eigenbeteiligung des/der Ratsuchenden von mindestens 50% der Beratungskosten voraus.

Jedes Unternehmen kann die geförderte Krisen- und Sanierungsberatung nur einmal bis zur maximalen Förderhöchstquote in Anspruch nehmen. Sie wird als Kleinbeihilfe auf der Grundlage der Regelung zur vorübergehenden Gewährung geringfügiger Beihilfen im Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland während der Finanz- und Wirtschaftskrise („Bundesregelung Kleinbeihilfen“) gewährt.

Das Programm ist bis zum 31. Dezember 2010 befristet. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.

 

Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des RKW Hessen.